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by Janina 

Was ist überhaupt eine Zwangsstörung?


Ich möchte dir erstmal erklären was überhaupt eine Zwangsstörung ist. Natürlich kann ich nur aus eigener Erfahrung berichten und somit nur wie ich es selbst erlebe mit euch teilen. Ich hoffe dieser Beitrag gefällt dir. 

Eine Zwangsstörung gehört zu psychischen Erkrankungen. Diese Krankheit kann aus mehreren verschiedenen Arten bestehen. Ich werde euch heute von drei Stück berichten unter denen ich selbst leide, Zwangsgedanken, Zwangshandlungen und Gedankenritualen. 

Nur weil man an einer Zwangsstörung leidet muss es nicht bedeuten das man alle drei Arten hat. Man kann natürlich auch nur an Zwangsgedanken oder Gedankenritualen leiden. Für mich ist dieses Thema wichtig euch zu erklären worum es bei dieser Krankheit geht, den ich glaube nur betroffene können dies wirklich nachvollziehen wie schwer man darunter leidet. 


Bei Zwangsgedanken handelt es sich um reine Gedanken , sie können dir Dinge einreden die dich negativ oder sogar Panik fühlen lassen. Diese Gedanken können so weit gehen das sie dein Leben beeinträchtigen und dich somit verhindern richtig denken zu können . Sie versuchen dir Unwahrheiten einzureden und dich Dinge sehen zu lassen die gar nicht stimmen. Zwangsgedanken sind Gedanken die der betroffene  gar nicht denken möchte. Ein Beispiel: Es schießt plötzlich der Gedanke in dein Kopf dass jemand verletzt werden könnte oder wie in meinem Fall, laut Personen nicht passierte Dinge an die Öffentlichkeit kommen. 
Diese Gedanken können Angst und Scharmgefühl auslösen dass wiederum zu Vermeidungsverhalten führen kann. Vermeidungsverhalten wie zum Beispiel: Unter Menschen gehen, einkaufen oder sogar einfach nur vor die Haustüre gehen. 

 

Die Zwangshandlungen handeln sich um so genannte Rituale. Sie sind mit den Zwangsgedanken verbunden und können einem einreden dass man so die Realität verändern könnte. Betroffene handeln dann als würde es für sie sinnvoll sein. 
Zum Beispiel: Bei einem Waschzwang, muss der Betroffene sich so oft die Hände waschen bis er für seinen Zwang sauber genug ist, da er dazu gezwungen wird zu denken das er von Keimen befallen sei.  Obwohl vielleicht der Betroffene genau weiß dass das kein Sinn ergibt wird er von den Emotionen so überflutet das er es trotz allem machen muss. Nach den Ritualen fühlen sich die betroffenen meist erleichtert , doch das nur ein kurzen Moment…bis der nächste Zwang eintritt.

 

Als Beispiel : Jeder von euch kennt dieses Gefühl bevor er das Haus verlässt, checkt man  den Herd nochmal  oder kontrolliert die Balkontüre . Eine betroffener Person muss solange diesen Gegenstand kontrollieren bis der Zwang es akzeptiert obwohl er sich selbst sicher ist das der Gegenstand schon längst aus oder zu ist. Er wird immer daran erinnert und zweifelt dann an das was Realität ist. 

Neben den Zwangshandlungen, wo die Rituale in Leben statt finden, gibt es auch die so genannten Gedankenrituale. Diese finden alleine im Kopf statt. Dabei wird dir vorgeschrieben das man in einer Speziellen Situation etwas im Gedanken sagen muss, gebetet werden muss oder sich sämtliche Bilder vorstellen muss.


Bei einer Zwangserkrankung ist es häufig (egal bei welchen Arten von Zwang) der Fall das dieser immer perfekt und ohne Unterbrechungen durchgeführt werden muss.  Ansonsten muss es wiederholt werden. Typische Anzeichen auf eine Zwangsstörung sind : 

·  Die Zwangshandlungen oder -Gedanken- treten schon seit mehreren Wochen auf und werden am Tag häufiger. 

· Die Zwänge werden als Sinnlos und qualvoll beschrieben 

· Der Alttag wird von den Zwängen sehr beeinträchtigt. 

· Bei dem Versuch den Zwang zu ignorieren , kommt Panik und Angst in einem auf. 


Ich hoffe sehr das diese Krankheit in den weiteren Jahren mehr gesehen wird und es mehr verstanden werden kann. Für betroffene kann es sehr schwer sein, das  denken und sein handeln mit der Öffentlichkeit zu teilen. Vielen Dank fürs Lesen und bis hoffentlich bald